Die heilige Cäcilie oder
die Gewalt
der Musik
Eine Legende in fünf Liedern
nach der gleichnamigen Novelle von
Heinrich von Kleist
Bearbeitung:
Kai Grehn & Lars Rudolph
Regie:
Kai Grehn
Komposition:
Mariahilff
Gesang/ Sprecher:
Lars Rudolph
Technische Realisation:
Martin Seelig
Länge:
44 min (Kleister-Cut: 5 x 5 min)
Dramaturgie:
Juliane Schmidt
Eine Produktion des
RBB
2011
Das Hörspiel erscheint im Herbst 2012 auf CD bei Blue Pearls Music.
Hörprobe
(MP3/ 3 MB)
Bänkelsänger:
Die vier Söhne heben sich plötzlich in gleichzeitiger Bewegung von
ihren Sitzen empor und fangen, mit einer entsetzlichen und gräßlichen Stimme, das
GLORIA IN EXCELSIS
zu intonieren an. So mögen sich Leoparden und Wölfe
anhören lassen, wenn sie zur eisigen Winterzeit, das Firmament anbrüllen.
Gegen Ende des 16. Jahrhunderts wollen vier holländische Brüder
der Stadt Aachen das Schauspiel einer Bilderstürmerei geben. Im Kloster
der heiligen Cäcilie erwarten 300 Gefolgsleute am Fronleichnamstag das
Zeichen der Brüder, um mitten im Gottesdienst mit dem Zerstörungswerk
zu beginnen. Doch da erscheint Schwester Antonia – oder ist es gar die
heilige Cäcilie selbst – mit der Partitur einer alten italienischen
Messe, setzt sich an die Orgel und beginnt mit der Aufführung. „Es
regte sich, während der ganzen Darstellung, kein Odem in den Hallen und
Bänken; besonders beim salve regina und noch mehr bei dem gloria in excelsis,
war es, als ob die ganze Bevölkerung der Kirche tot sei: dergestalt,
dass den vier gottverdammten Brüdern und ihrem Anhang zum Trotz, auch
der Staub auf dem Estrich nicht verweht ward.“
Die Geschichte eines Wunders oder einer überwältigenden Erfahrung?
Die Berliner Band Mariahilff und der Regisseur Kai Grehn haben sich die Erzählung
von Heinrich von Kleist zu eigen gemacht und - der Sonatenhauptsatzform huldigend,
die Kleist seiner Novelle zu Grunde gelegt hat - erzählen und singen
sie von diesem Wunder auf ihre ganz eigene, wunderbare Weise.
www.heinrich-von-kleist.org
www.mariahilff.de
Mariahilff
live (YouTube Video)